Jul 20 2010
Psychologie der Meditation
Meditation ist eine Praxis, die von vielen religiösen Menschen seit Jahrtausenden angewandt wird. Egal ob es sich dabei um den Osten oder den Westen handelt: Jede Religion und jedes Volk kennt seine eigenen Formen der Meditation. Doch unabhängig ob man sich nun um christliche, hinduistische oder buddhistische Meditationen ansieht: Für den Wissenschafter – und als solchen betrachtet sich ja ein moderner, westlicher Psychologe, haben alle Formen der Meditation einige Ähnlichkeiten. Und so kann man durchaus sagen, dass der Rosenkranz, die Exerzizien eines Ignatius von Loyola oder das buddhistische Rezitieren von Mantren eine gemeinsame Grundlage haben: Sie ändern die Gehirntätigkeit massiv und haben somit große Auswirkungen auf unser gesamtes Leben.
Beginnen wir zunächst ein Mal mit den subjektiven Änderungen: Menschen, die regelmäßig meditieren fühlen sich im Allgemeinen entspannter, gesünder und lebensfroher. Dies sind nicht zu unterschätzende Vorteile der Meditation. Doch gibt es darüber hinaus auch noch objektiv belegbare Änderungen bei den Meditierenden?
Ja, meint die moderne Wissenschaft. Denn in den letzten Jahren haben mehrere, große Studien sich mit der “Psychologie der Meditation” und vor allem mit dem wichtigen Thema “Gehirntätigkeit und Meditation” beschäftigt. Sie konnten unter anderem nachweisen, dass Meditation bei der Mehrzahl der Probanden folgende Änderungen bewirkt: der Blutdruck wird niedriger, Stress geringer, das Immunsystem arbeitet deutlich besser und die Meditierenden schlafen tiefer und besser.
Und auch die Gehirnforschung hat zu diesem Thema einiges Interessantes beizutragen: So wurde unter anderem nachgewiesen, dass sich der cerebralen Blutfluss bei regelmäßigem Meditieren deutlich verbessert. Dies bedeutet aber, dass die physische Grundlage der Gehirntätigkeit nachhaltig geändert wird. Darüber hinaus erzeugt ein “meditierendes Gehirn” auch deutlich intensivere Gammawellen als “durchschnittliche Gehirne”. Durch diese Erhöhung an Gammawellen kommt es aber zu einer deutlich erhöhten Bewusstheit für Glück und Mitgefühl in der Umwelt der Meditierenden.
Psychotherapie und Meditation:
(Detaillierte Informationen über Psychotherapie und Meditiation erhalten sie auch bei Psychotherapie Wien.)
Was hat nun all dies mit der alltäglichen Praxis eines Therapeuten zu tun? Eine interessante Frage. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Therapeut und Psychologe bin ich der Ansicht, dass Menschen, die regelmäßig meditieren, es deutlich leichter haben ihre seelischen Probleme zu lösen. Und das besonders Interessante dabei ist, dass die Art und Weise der Meditation bzw. die Art der religiösen Anschauung dabei relativ gleichgültig ist. Es ist für mich eine wesentliche Tatsache, dass religiöse Menschen, die regelmäßig meditieren, in der Therapie viel raschere und nachhaltigere Fortschritte machen, als Agnostiker oder Atheisten.

